05.12.2014

ist kreativität spirituell? 10 fragen an lea hamann

hallo ihr lieben,

heute habe ich ein ganz besonderes "bonbon" für euch, 
das so richtig schön in die besinnliche adventszeit passt... 

denn heute gibt es ein interview mit ..... 

trommelwirbel ♥

coach und seminarleiterin



lea begleitet menschen dabei, ihre bestimmung zu entdecken. 
ich kann euch wirklich aus vollem ♥ heraus sagen,  dass mir jedes coaching,
jedes seminar bei ihr immer wieder so wertvolle impulse bringt! und nicht zu vergessen 
ihre blogbeiträge auf www.leahamann.de, die es sich wirklich lohnt zu lesen.

liebe lea, ich freu mich sehr auf das interview :-) 
deine themen sind unter anderem kreativität, seelenaufgabe 
und "seelenbusiness". und du beschäftigst dich auch damit,  was es aus 
spiritueller sicht bedeutet, „ein zuhause“ zu haben.

lea: Liebe Claudia, danke für deine Einladung. Ich bin gerne hier – 
und „Geliebtes Zuhause“, das klingt einfach schön!

danke ♥ ♥ und gleich meine erste frage: derzeit gibt es ja sehr viele 
kreativblogs, in denen (vor allem) frauen vorstellen, wie ihr zuhause aussieht und
wie sie es verschönern, durch handarbeiten und achtsame einrichtung. ich selbst 
handarbeite und dekoriere ja auch gern, eben um ein liebevolles, 
gemütliches zuhause zu schaffen. weshalb glaubst du, tun wir dies? 

lea: Ich beobachte, dass immer mehr Frauen ganz bewusst neue Wege einschlagen – 
auch beruflich. Meiner Ansicht nach ist unsere bisherige Arbeitskultur vor allem 
durch unsere männliche Seite geprägt. Es geht um Aktivität, es geht um das Erreichen
von Zielen – und die Aufmerksamkeit geht vor allem nach außen. Doch viele Menschen 
spüren, dass ihnen mit der Zeit die Puste ausgeht und sie sich ausgebrannt fühlen, wenn 
die ganze Energie immer nur nach außen geht. Die weibliche Seite in uns lädt uns dazu ein, 
bei uns selbst anzukommen und die tiefe Geborgenheit in unserem wieder zu fühlen.
Eine Menge von unserem heutigen Stress entsteht, weil uns der Halt fehlt, die Geborgenheit 
das innere Zuhause.

ist das zuhause eine art geborgener rückzugsort außerhalb von stress, von druck?

lea: ... und von Frieden. Als ich begonnen habe, mich auf meinen eigenen Weg zu begeben, da 
kam ich mir vor wie ein Waisenkind, das sein Leben lang immer nur am Kämpfen 
und Arbeiten war. Ich sehnte mich danach, endlich Frieden und Halt zu finden.

also gibt es einen zusammenhang zwischen unseren äußeren vier wänden 
und unserem inneren lebensgefühl ?

lea: Ja! Das Zuhause im außen ist ein Ausdruck von unserem inneren Zuhause. 
Wenn wir uns innerlich geborgen und getragen fühlen, dann können wir unser 
Zuhause auch im außen genießen – oder das richtige Zuhause für uns finden.

hast du diese erfahrung selbst gemacht?
lea: In meiner persönlichen Geschichte hatte ich die ersten zwanzig Jahre meines 
Lebens eine sehr gespaltene Beziehung. Einerseits habe ich mich unendlich nach 
einem Zuhause gesehnt, doch wegen einer sehr bewegten Kindheit mit vielen Brüchen
und ungefähr zwanzig Umzügen, habe ich mich überall heimatlos gefühlt. Innerlich waren 
meine Koffer immer gepackt. Ich konnte mir keine Wohnung schön einrichten, 
weil ich dachte, dass es sich sowieso nicht lohnt.

wow, das geht mir gerade sehr nah. aber das heißt also:
"im außen so wie es im innen aussieht"?

lea: Ja, da musste in meinem Inneren sehr viel heilen, bis ich mich 
zum ersten Mal ankommen lassen konnte. Und heute genieße ich mein 
Zuhause und lerne sogar, es mir ganz langsam auch schön einzurichten. 

können wir also sagen  „mein zuhause – das bin ich“? 
hat unser zuhause dann etwas mit unserer "seelenaufgabe“ zu tun?

lea: Ich glaube schon, dass unser Zuhause etwas mit unserer Seele zu tun hat. 
Denn auch unsere Seele kommt aus einem „Seelenzuhause“ und wir können 
das Zuhause im außen mit Hilfe unserer Kreativität auf die Erde bringen. 
Deine Kreativität bringt etwas, das zum Reich der Seele gehört, 
auf die Erde. Es wird etwas sichtbar, was vorher unsichtbar war.

ooh das klingt schön :-)) dann ist kreativität eigentlich 
etwas spirituelles, also wenn man so will?

lea: Ich glaube, dass diese Handarbeiten und die Kunst, etwas schön zu machen
 auch zur weiblichen Seite gehören. Und vieles was zur weiblichen Seite gehört, 
wird im Zeitalter der Maschinen einfach weggekürzt. Zuerst scheint es toll, 
wenn man alles aus der Fabrik bekommt und niemand mehr selbst gebranntes 
Tongeschirr haben muss, sondern vorgefertigtes Geschirr vom Fließband.
Doch mit der Zeit spürt man, dass etwas fehlt.

kannst du das näher beschreiben, was da fehlt? vielleicht das persönliche?

lea: Ja, und du hast am Anfang erwähnt, dass viele Frauen sich auch neu 
für die Handarbeit begeistern – ich glaube, da ist eine Bewegung im Gange: 
Weg von den Maschinen, weg von dem Unpersönlichen, wieder hin zur Einfachheit.
Ich liebe meine Tasse, die ich von einem Töpfer gekauft habe – 
und spüre einen großen Unterschied wenn ich daraus trinke.

 ja, das bedeutet ja auch: wir suchen wieder wege, uns selbst auszudrücken...
zum beispiel durch das kreativ-sein.

lea: Genau, und diese ganze Bewegung scheint mir ein Zeichen dafür zu sein, dass wir
uns selbst wieder nahe kommen dürfen und dass wir die Liebe zu uns selbst wieder
neu entdecken dürfen.

liebe Lea, hab vielen dank für deine antworten, es hat riesig spaß gemacht!
jetzt hab ich wieder genug stoff zum nachdenken und werde mir eine
gemütliche tasse tee machen und in gedanken noch beim interview sein :-)
lea: Gerne! Es hat mir Freude gemacht –
Alles Liebe für dich!
Lea

 leas blog: www.leahamann.de
lea auf facebook: facebook.com/leahamanncoaching



Kommentare:

  1. liebe claudia, danke für das interview, ist ja richtig tiefgehend ;-) werde mir leas seite gleich mal anschauen. LG von anettchen

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  2. Hallo du Liebe,
    interessant das Interview! Mal eine ganz andere Sicht.

    Allerdings zeigt mir meine Sicht, dass wir am Sonntag schon den 2. Advent haben, der für dich ganz wunderschön werden soll und uns zeigt, dass die Zeit zu Weihnachten hin schon wieder anfängt zu rasen!

    LG Rosine

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  3. Hallihallo!!!

    Wenn unser Zuhause nix mit uns bzw. unserer Seele zu tun haben würde, würden Feng Shui oder Geomantie nicht funktionieren, denn die machen ja an Hand unseres Zuhauses Aussagen über uns, z.B.: Wo es gut fliesst und wo es staut in der Wohnung ist auch wo es in unserem Leben fliesst oder staut.

    Ist mir nur spontan dazu eingefallen ... alles Liebe

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  4. wunderschön♥ Hat mir sehr gefallen und ich kann nur zustimmen. Ich wünsche euch einen schönen dritten Advent, glg Puschi♥

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